25.04.2018, 22:00

Packender Final-Fight zum Schweizermeistertitel

Schweizermeister, Volero Zürich, NLA, Volleyball, Swisschampion, Nationalliga A

Freudensprünge nach Mira Todorovas Angriffspunkt zum 13. Schweizermeistertitel! (Bild: Ulf Schiller)

Volero Zürich konnte sich in der vierten Playoff-Final-Partie gegen Sm'Aesch Pfeffingen durchsetzten und gewann den dreizehnten und gleichzeitig letzten Schweizermeistertitel.

Die Nervosität und der enorme Druck der Baslerinnen konnte man zu Beginn deutlich spüren. Volero Zürich wirkte deutlich abgeklärter und spielte sein eigenes Spiel. Kurz vor dem ersten Technical Timeout setzte Sm’Aesch Pfeffingen eine Schippe oben drauf und schaffte beinahe den Ausgleich. Doch auch diesen Aufholversuch liessen die Zürcherinnen abblitzen. Die Führung von zwei bis drei Punkten konnte weiterhin aufrecht beibehalten werden. Mit dem anschliessenden Monsterblock der Amerikanerin Jazmine White gelang Aesch die erste Führung in diesem Satz mit 15:14. Doch diese war nur von kurzer Dauer. Volero beendete den ersten Satz souverän mit 23:25.

Der zweite Durchgang startete deutlich ausgeglichener, obschon die Baslerinnen immer leicht die Oberhand hatten. Beim Spielstand von 7:5 gelang Aesch die erste Zwei-Punkte-Führung. Nach einer präzisen Finte der Schweizerin Madlaina Matter lag Volero bereits vier Punkte im Rückstand. Doch die Zürcherinnen setzten zur Aufholjagd an und schafften den Ausgleich zum 20:20. Mit einem starken Finish holte sich Sm’Aesch Pfeffingen schliesslich dennoch den zweiten Satz.

Im dritten Satz erarbeitete sich Volero von Beginn an ein Polster, das es bis zur Satzmitte souverän verwaltete.
Beim ersten Technical Timeout lagen die Limmatstädterinnen gar mit fünf Punkten in Führung.
Nach einem Zwischenspurt der Baslerinnen begannen die Volero-Nerven erneut zu flattern. Der Fight wogte auf höchstem Niveau hin und her. Nach einigen hochklassigen Angriffen und gegnerischen Abwehrversuchen brachte erst der siebte Satzball den verdienten Zwei-Satz-Vorsprung.

Anfangs des vierten Satzes schien der Widerstand der Baslerinnen gebrochen zu sein. Beim ersten Technical Timeout stand es bereits 3:8. Doch plötzlich fand Sm’Aesch Pfeffingen in ihr keckes Spiel zurück und wurde wieder zu einem ebenbürtigen Gegner. So entwickelte sich bis zum Ende des Satzes ein äusserst spannendes und attraktives Hin und Her auf höchstem Niveau, was die zahlreichen Zuschauer zum Toben brachte. Bezeichnenderweise war es der heute besten Volero-Punktesammlerin Mira Todorova vorbehalten, mit einem perfekten Sideout Volero ins Meisterglück zu schiessen. Nach diesem verdienten und umkämpften 3:1-Sieg stemmten die überglücklichen Volero-Spielerinnen nach einer harten Saison an der Siegerehrung den Meister-Pokal in die Höhe und verabschiedeten sich standesgemäss vom Schweizer Volleyball.

Telegramm

Aesch-Pfeffingen - Volero Zürich 1:3 (23:25, 25:23, 28:30, 23:25)

1200 Zuschauer. - SR Stanisic/Nellen. - Spieldauer: 110 (25, 28, 30, 27) Minuten.

Aesch-Pfeffingen: Von Piekartz (Passeuse/2 Punkte), Walch (16), Matter (14), Storck (14), Ennok (7), White (19), Pogany (Libero); Zaugg.

Volero Zürich: Antonijevic (Passeuse/4 Punkte), Unternährer (11), Schottroff (12), Bjelica (19), Dimitrova (14), Todorova (20), Popovic (Libero); Lasarenko, Lazic (2).

Bemerkungen: Aesch-Pfeffingen ohne Visentin und Werfeli, Volero Zürich ohne Carillo, Kornjenko, Rodrigues de Almeida, Sievänen, Milojevic und Herrera Blanco (alle nicht eingesetzt) sowie ohne Lengweiler (verletzt).