23.03.2018, 19:35

VakifBank zu stark im letzten Champions-League-Heimspiel

Zürich, 23. März 2017 – Volero Zürich unterliegt im letzten Champions-League-Heimspiel in der Saalsporthalle gegen den amtierenden Titelverteidiger VakifBank Istanbul mit 0:3.Nun müssen die Zürcherinnen im Viertelfinalrückspiel am 5. April nachziehen, wenn Avital Selingers Team den Sprung ins Halbfinale doch noch schaffen will. 

 

Es war alles andere als ein normales Champions-League-Heimspiel für Volero Zürich. Die ganze Volleyball-Schweiz zog es in die Limmatstadt um den Schweizer Serienmeister noch ein letztes Mal in der Königsklasse zu unterstützen.

 

Und es war auch alles andere als ein normaler Gegner, der auf Avital Selingers Mannschaft im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales wartete. Mit VakifBank Istanbul kamniemand Geringeres als der amtierende Champions-League-Titelverteidiger und Clubweltmeister in die Limmatstadt. Das Duell zwischen Zürcherinnen und dem Team vom Bosporus gehört zu den Klassikern im Frauenvolleyball.

Denn es war bereits das dritte Mal in Folge, dass die beiden Teams im Viertelfinale der europäischen Königsklasse aufeinandertrafen. 

 

Die Bilanz sprach jedoch nicht gerade für den Schweizer Serienmeister und Cupsieger; gingen die beiden letzten Serien jeweils an das Team aus der türkischen Supermetropole.

 

Doch zu Beginn war die Partie ausgeglichen. Die beiden Teams verwöhnten die über 2‘300 Volleyballfans in der Saalsporthallin Zürich mit Volleyball vom Feinsten. Nach dem ersten technischen Timeout übernahmen die Türkinnen jedoch das Zepter – allen voran Lonneke Sloetjes. Die niederländische Diagonalangreifererin war einfach nicht zu bremsen. Zudem erstickte die Olympia-Silbermedailengewinnerin Milena Rasic die Offensivbemühungen der Zürcherinnen mit einer starken Leistung am Netz oft gleich im Keim. So ging der erste Satz schliesslich mit 25-17 an die Gäste aus der Türkei.

 

Im zweiten Satz fanden Avital Selingers Spielerinnen endlichbesser ins Spiel – dies auch dank einer starken Leistung am Block. Jedoch sollte auch diese Leistungsteigerung nicht reichen. Denn VakifBank spielte einfach zu fehlerlos und Volero verschenkte zu viele Chancen in der Offensive.Giovanni Guidettis Starensemble beging nur zwei Eigenfehlerim ganzen zweiten Satz. Als Konsequenz holten sich die Türkinnen auch den zweiten Satz – dieses Mal jedoch erst mit dem fünften Satzball.

 

Die Zürcherinnen waren jetzt unter Zugzwang. Und die Limmatstädterinnen konnten vor allem in der Offensive eine Schippe drauflegen; jeder zweite Angriff resultierte in einen Punkt. Doch auch die Türkinnen überzeugten in der Offensive – allen voran Olympiasiegerin Zhu Ting, die nicht einmal von einem Dreierblock ausgebremst werden konnte. So solltenwiederum die Eigenfehler und der Kräfteunterschied am Block den Unterschied ausmachen. Der dritte und letzte Satz ging so schliesslich mit 25-21 an den Titelverteidiger aus Istanbul.

 

Für Laura Unternährer war dieses letzte Heimspiel in der europäischen Königsklasse trotz der Niederlage ganz besonders: „Es war ein spezielles Gefühl. Ich bin jetzt sieben Jahre bei Volero Zürich, deshalb hatte dieses letzte Champions-League-Heimspiel eine besondere Bedeutung für mich. Ich glaube, ich habe das auch gar noch nicht realisiert.Leider konnten wir unseren treuen Fans nicht einen Sieg schenken. VakifBank war heute schlichtweg zu stark.“

 

Volero Zürich bleibt somit ein Happy End in der Saalsporthalle vergönnt. Die Limmatstädterinnen können sich jedoch bereits am 5. April im Rückspiel am Bosporus dafür revanchieren. Um aber den Viertelfinalfluch zu brechen, wird sich Volero Zürich in Istanbul im Golden Set durchsetzen müssen; eine Herakles-Aufgabe.

 

Laura Unternährer will sich aber noch nicht geschlagen geben und nun im Rückspiel in Istanbul noch einmal alles geben: „Sicherlich ist VakifBank auch in Istanbul der grosse Favorit. Aber wir werden noch einmal Vollgas geben, denn wir wollen den Sprung ins Halbfinale doch noch schaffen.“