28.02.2018, 19:15

Volero Zürich steht im Champions-League-Viertelfinale

Volero Zürich gewinnt gegen CSM Volei Alba Blaj und qualifiziert sich somit für die Playoff Six

Zürich, 27. Februar 2018 – Der Schweizer Serienmeister Volero Zürich fegt den rumänischen Meister CSM Volei Alba Blaj mit 3:0 (25-22, 25-15, 25-9) vom Feld und sichert sich im letzten Gruppenspiel nach vier Siegen in Folge doch noch einen Platz unter den besten acht Teams der europäischen Königsklasse.

Es ging um alles oder nichts für Volero Zürich in diesem letzten Gruppenspiel der Champions League. Da der polnische Meister Chemik Police sein letztes Poolspiel gegen Vizura Ruma mit 3:2 gewann, mussten die Zürcherinnen unbedingt einen Sieg holen, wenn sie sich doch noch in extremis einen Platz in den Playoffs sichern wollten.

Diese Gewissheit schien in der Startphase ein grosses Hemmnis im Spiel der Gastgeberinnen zu sein. Irgendwie harzte es vor allem die Offensive der Stadtzürcherinnen – und plötzlich stand es 4-8 aus der Sicht des Schweizer Serienmeisters. „Ich denke, wir waren ein wenig nervös in den ersten Ballwechseln. Wir spürten den Druck zu siegen und fanden zuerst nicht in unseren Rhythmus“, meinte Alexandra Lazic nach der Partie. Doch Volero-Coach Avital Selinger fand die richtigen Worte während der ersten technischen Auszeit: „Wir versuchten in den ersten Ballwechseln alles mit unserer Power im Angriff zu lösen. Ich habe den Spielerinnen gesagt, dass wir uns nicht nur auf unsere Durchschlagskraft verlassen sollten, da Blaj über einen starken Block verfügt, sondern mit viel mehr Variation im Angriff agieren sollten.“ Und Selingers Worte wirkten Wunder. Plötzlich drehten die Limmatstädterinnen auf, kamen zu Punkten und spielten sich langsam aber sicher in einen Rausch. Da Alba Blaj auf der anderen Seite keine Antwort darauf fand, sicherte sich Avital Selingers Team den ersten Satz doch noch mit 25-22.

Und nun schien ein immenser Brocken von den Herzen der Volero-Spielerinnen zu fallen. „Ich denke, dass dieser Erfolg im ersten Satz unglaublich wichtig für das Team war“, erklärte Avital Selinger nach der Partie. Denn plötzlich spielten die Schweizerinnen den rumänischen Meister regelrecht an die Wand. Allen voran Alexandra Lazic und Ana Bjelica. Die Schwedin und die Serbin holten sich gemeinsam zwölf Punkte im zweiten Satz. So machte sich Frust breit beim Team aus Siebenbürgen. Irgendwie wollte beim Gruppensieger nichts mehr funktionieren. Die Gastgeberinnen auf der anderen Seite liessen sich nicht zweimal bitten und holten den Startsatz gleich mit 25-15. Nun war Avital Selingers Team nur noch einen Satz vom Champions-League-Viertelfinale entfernt.

Es folgte die Kür der Zürcherinnen vor 1260 Zuschauern. Während der Schweizer Meister jeden zweiten Angriff direkt in einen Punkt ummünzte, konnten die Rumäninnen nur gerade einen von sechs Angriffen verwerten. Alba-Blaj-Star Ana Yilian Cleger Abel und ihre Teamkameradinnen konnte nicht fassen, was da auf dem Feld passierte. Volero Zürich dominierte das Spiel von A bis Z – und so stimmten die Volero-Fans in der Zürcher Saalsporthalle bereits früh im dritten Satz die “La Ola“ ein. Der dritte Satz wurde zu einem Fest für jeden Schweizer Volleyball-Fan. Avital Selingers Spielerinnen schickten die Rumäninnen gleich mit 25-7 im dritten Satz nach Hause und sicherten sich so einen Platz unter den besten acht Teams der europäischen Königsklasse.

Somit schafft Volero Zürich zum fünften Mal in Folge den Sprung in die K.O.-Phase der CEV Champions League, wo nun im Viertelfinale entweder der letztjährige Champions-League-Sieger VakifBank Istanbul, der Champions-League-Titelträger von 2014 Dinamo Kazan oder der amtierende italienische Cupsieger Igor Gorgonzola Novara wartet.

Alexandra Lazic freut sich bereits auf die Herausforderung, die im Viertelfinale wartet: „Wir wissen alle, dass die Aufgabe im Viertelfinale noch einmal schwieriger wird, deshalb müssen wir weiter hart arbeiten.“ Volero-Coach Avital Selinger andererseits, will sich noch nicht den Kopf über die möglichen Viertelfinalgegner zerbrechen: „Diese Spiele sind noch mehrere Wochen entfernt. Ich konzentriere mich lieber auf das Hier und Jetzt. Wir müssen jetzt weiter alles geben im Training, damit wir unsere Bestleistung abrufen können – egal gegen wen wir spielen.“

Die Auslosung findet am Freitag, 2. Februar, im Hauptsitz der CEV statt.