19.02.2018, 11:30

Debakel für den NUC in der Cupfinal-Hauptprobe

Volero Zürich gewinnt gegen Viteos NUC

In der NLA der Frauen gab sich das Spitzentrio Aesch-Pfeffingen, Volero Zürich und Düdingen keine Blösse und kam zu den erwarteten Heimerfolgen. Zudem kann nach dem 3:2-Heimsieg gegen Galina Schaan wohl auch Köniz definitiv die Playoffs planen.

In sechs Wochen werden Volero (als klarer Favorit) und der Neuchâtel UC (als krasser Aussenseiter) in Freiburg den Cupsieger ermitteln - am Samstag trafen sich die beiden Widersacher in Zürich zur Hauptprobe. Allerdings hatte man vom Aussenseiter einigen Widerstand erwartet, konnte doch vor dieser Partie nicht nur Volero auf eine eindrückliche Bilanz mit 15 Siegen aus den letzten 16 Partien zurückblicken, sondern hatten auch die sich im Aufwind befindenden Gäste nur eines ihrer letzten zehn Spiel verloren. Völlig überraschend machte aber dann der Champions-League-Vertreter mit den Neuenburgerinnen ganz kurzen Prozess - 25:10, 25:18 und gar 25:6 lautete das für die Gäste äusserst brutale Verdikt. Für sie bleibt nach diesem Debakel im Hinblick auf den Cupfinal wohl nur die Hoffnung, dass auf eine missglückte Hauptprobe meist eine erfolgreiche Premiere folgt...

Kanti Schaffhausen war diese Saison für Aesch-Pfeffingen bislang eine Art Angstgegner, musste doch der Leader gegen das Team von Nicki Neubauer vier von sechs möglichen Punkten abgeben - diese Bilanz ist für die Baselbieterinnen damit schlechter als jene gegen Volero Zürich, gegen das in den bisherigen vier Partien eine Erfolgs-Quote von 50 Prozent resultiert hat. In der dritten Direktbegegnung nun konnte Kanti allerdings nie mithalten. Aesch-Pfeffingen zog in allen drei Durchgängen jeweils schon früh klar davon und liess die Gäste bloss im dritten Satz zumindest resultatmässig etwas besser aussehen.

Das drittplatzierte Düdingen hatte zwar beim Saisonauftakt im Tessin eine überraschende 2:3-Niederlage erlitten, sich aber bereits im ersten Heimspiel mit einem 3:1 rehabilitiert. Auch in der dritten Direktbegegnung dieser Saison liessen die Freiburgerinnen eigentlich nie Zweifel über den Ausgang aufkommen. Das Team von Dario Bettello geriet eigentlich nur im dritten Durchgang, als nach einer 9:4-Führung zwischenzeitlich etwas gar nonchalant agiert wurde, etwas unter Druck. Plötzlich und bis in die Schlussphase lag nämlich Lugano knapp voraus und konnte sogar noch eine Verlängerung erzwingen, in der Düdingen mit einem 27:25 dann aber doch noch frühzeitig alles klar machte.

Köniz hatte sich diese Saison erst einmal einem hinter ihm klassierten Team geschlagen geben müssen - allerdings betraf dies ausgerechnet die 2:3-Niederlage in Schaan. Gegen die Liechtensteinerinnen wurde deshalb der zweite Heimsieg angestrebt. Dieser wurde schliesslich auch erreicht, aber dass die ausgeglichene Partie schliesslich über fünf Sätze ging, erstaunte nicht. Bislang wurden nämlich bereits elf Partien von Galina erst im Tiebreak entschieden - sechs davon zugunsten der Aufsteigerinnen, wobei sich mit der Niederlage in Bern auch diese Bilanz ausgeglichen hat. Die Gäste schienen sich dabei mit dem einen Punkt zu begnügen - nach der 2:1-Führung lief bei ihnen nämlich gar nichts mehr zusammen und gingen die Sätze 4 und 5 gleich mit 13:25 und 7:15 verloren.

Erst am Sonntag steht die Direktbegegnung der beiden Tabellenletzten auf dem Programm. Franches-Montagnes, dessen Rückstand auf Rang 8 nach dem Punktgewinn von Galina Schaan auf sieben Punkte angewachsen ist, kann seine ohnehin bloss noch geringen Playoff-Hoffnungen wohl nur mit einem klaren Sieg gegen Schlusslicht Cheseaux aufrechterhalten.

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