12.01.2018, 17:00

Hart erkämpftes Comeback nicht mit Erfolg gekrönt

Champions League Spiel ASPTT Mulhouse VB

Zürich, 11. Januar 2017 – Volero Zürich kämpft sich gegen den amtierenden französischen Meister APTT Mulhouse VB nach einem 0:2-Rückstand ins Spiel zurück, muss jedoch einen hohen Preis für zu viele Eigenfehler bezahlen und unterliegt in fünf Sätzen mit 2:3 (19-25, 19-25, 25-23, 25-23, 10-15).

Es war überhaupt kein Start nach Mass für den Schweizer Meister. Im Zürcher Spiel war irgendwie der Wurm drin; nur wenig wollte Volero in den ersten beiden Sätzen gelingen. Trainer Avital Selinger wusste, woran das lag: „Wir begingen als ganzes Team einfach zu viele unnötige Eigenfehler – und das vor allem in den ersten beiden Sätzen. So fanden wir einfach nicht in den Rhythmus.“

So machten sich Avital Selingers Schützlinge das Leben selber schwer. Die Zahl von fünfzehn Eigenfehlern alleine in den ersten beiden Sätzen war schlichtweg eine zu grosse Hypothek. Zudem fand der Schweizer Meister in der Offensive kein Rezept gegen den starken französischen Block, der alleine in den ersten beiden Sätzen neun Punkte verbuchte. So führte der französische Meister nach 52 Minuten bereits mit 2:0 (25-19, 25-19), währenddem die Zürcherinnen mit dem Rücken zur Wand waren.

Doch dann fand der Schweizer Meister endlich ins Spiel. „Meine Mannschaft hat im dritten Satz dann doch Willenskraft und Kampfgeist gezeigt. Die Spielerinnen wollten nicht einfach aufgeben. Diesen Ruck durch die Mannschaft hat man gespürt“, erklärte Avital Selinger den Umbruch im dritten Satz. Und die Zürcherinnen schienen nun erstarkt – allen voran Rosir Calderón. Die Volero-Topscorerin steuerte alleine im dritten Satz zehn Punkte bei und führte so die Gastgeberinnen zu einem 25-23-Sieg im dritten Satz.

Das Spiel war nun neu lanciert. Und bei Mulhouse schienen plötzlich die Nerven zu flattern. Magali Magails Team beging plötzlich deutlich mehr Eigenfehler. Da auch der französische Block mehr Löcher aufwies, blieb die Partie hart umkämpft. Als Volero in einem Schlussspurt auch noch den Satz drehte und wiederum mit 25-23 holte, schien auch das berühmt-berüchtigte Momentum vollends auf die Seite des Schweizer Meisters zu kippen.

Und der fünfte und entscheidende Satz startete ganz nach dem Gusto der Zürcherinnen. Rosir Calderón und ihre Teamkameradinnen hielten die Partie eng. Doch die Eigenfehler sollten wiederum das Zünglein an der Waage spielen. Der grosse Siegeswille schien zum Hindernis zu werden. Volero fiel wieder ins Muster der ersten beiden Sätze zurück und Mulhouse nutzte dies eiskalt aus um auf 10-6 zu erhöhen. Diesen Vorsprung brachte der französische Meister dann auch über die Runden um das Spiel doch noch mit 3:2 zu gewinnen.

Laura Unternährer konnte nach der Partie die Enttäuschung nicht verstecken: „Es ist äusserst schade. Wenn man so ein Comeback hinlegt, dann muss man so ein Spiel einfach gewinnen.“ Die Schweizer Topspielerin kann aber auch Positives aus der Partie nehmen: „Wir haben uns als Team zurückgekämpft. Ich denke, dass die Partie auch gezeigt hat, dass wir als Team besser zusammengefunden haben in den letzten Wochen. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten, denn die Formkurve zeigt weiter nach oben.“

Volero Zürich wartet somit nach zwei Spielen weiter auf den ersten Sieg in der neuen Champions-League-Saison. Die Zürcherinnen können diesen jedoch bereits in zwei Wochen vor heimischem Publikum holen, denn Avital Selingers Team empfängt am 25. Januar um 20.00 in der Saalsporthalle den polnischen Vertreter Developres SkyRes Rzeszow.