06.04.2017, 09:00

VakifBank zu stark für Volero

Kenia Carcaces im Spiel gegen VakifBank Istanbul

Kenia Carcaces (links) war im Angriff phasenweise eine Wucht, doch blieb auch sie in den entscheidenden Phasen immer öfter am starken Block von VakifBank Istanbul hängen.

Istanbul, Türkei, 5. April 2017 – VakifBank Istanbul konnte sich auch im Rückspiel der Champions League Playoffs gegen Volero Zürich 3:1 durchsetzen (22:25, 25:21, 25:16, 25:22) und qualifiziert sich damit für das Finale am 22./23. April 2017 in Treviso. Die Türkinnen haben sich den Titel zum Ziel gesetzt.

Volero Zürich startete selbstbewusst in den ersten Satz und machte wie schon beim Hinspiel in Zürich viel Druck auf den Angriffspositionen. VakifBank’s Spielerinnen – allen voran Zhu Ting – waren noch nicht vollends im Spiel angekommen und so konnten die Zürcherinnen die Oberhand gewinnen und den ersten Satz mit 25:22 für sich entscheiden. Damit blieben die Hoffnungen von Zoran Terzic’s Team, die Sensation vielleicht doch noch zu schaffen, intakt. Denn auch im zweiten Satz überzeugten die Zürcherinnen zu Beginn mit tollen Aktionen und lagen zum ersten Technical Timeout mit drei Punkten vorne. Daraufhin startete VakifBank jedoch eine Punktejagd. VakifBank’s Zhu Thing und Lonneke Slöetjes trugen in diesem Satz mit neun beziehungsweise acht Punkten zum 25:21-Satzgewinn der Türkinnen bei. VakifBank Istanbul zeigte von diesem Zeitpunkt an ein sehr organisiertes Spiel und ein vermehrt mit der Brechstange agierendes Volero Zürich konnte den Türkinnen zu wenig entgegenhalten. Das Spiel der Zürcherinnen war zu instabil und die vielen Eigenfehler in ungünstigen Momenten schwächten das Team zusätzlich. Entsprechend deutlich fiel das Resultat zu Gunsten des zweifachen Champions League Siegers von 2011 und 2013 aus. Mit dem 25:16-Satzgewinn sicherten sich die Türkinnen nach dem 1:3-Auswärtssieg in Zürich damit auch bereits frühzeitig das Ticket für das Final Four in Treviso am 22./23. April 2017. Es ist die sechste Teilnahme am Finalturnier in sieben Jahrne für das Team vom Bosporus.

Der vierte Satz dieser Begegnung hatte keine Bedeutung mehr und ging ebenfalls an das Team von Head Coach Giovanni Guidetti. Dieser zeigte sich erfreut über den Sieg: «Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Ganz speziell, da Volero Zürich ein sehr starkes Team ist, was sie gerade im ersten Satz bewiesen haben. Es war ein schwieriges Spiel für uns, auch weil wir auf Milena Rasic verletzungsbedingt verzichten mussten. Die Final Four Qualifikation ist ein grosser Erfolg für uns! Für die Finalspiele werden wir uns nicht mit dem zweiten, dritten oder vierten Platz zufrieden geben. Wir wollen den Titel gewinnen und mit dieser Einstellung wollen wir nach Italien fahren».

Für Volero Zürich war es der vierte erfolglose Anlauf in Folge, um ins Final Four der CEV Volleyball Champions League vorzustossen – und zum vierten Mal in Folge müssen sich die Zürcherinnen mit dem undankbaren geteilten fünften Rang zufrieden geben. Eine herbe Enttäuschung auch für Coach Zoran Terzic: «Klar bin ich enttäuscht. Auch wenn die Chancen für die Finalqualifikation klein waren nach der 1:3-Heimniederlage, wollten wir natürlich gewinnen! Im ersten Satz zeigten wir ein gutes Spiel, doch danach machten wir unter Druck zu viele dumme Eigenfehler in den falschen Momenten. Es ist schade, dass wir nicht befreit aufspielen konnten. Gegen ein VakifBank Istanbul in der aktuellen Form ist es aber auch mit besten Voraussetzungen äusserst schwierig zu gewinnen!»

Für die Zürcherinnen wird damit in den kommenden Wochen anstelle der Vorbereitung auf das Finalturnier, die Playoffs in der nationalen Meisterschaft im Zentrum stehen. Bereits Anfang Mai wird Volero Zürich an der Klubweltmeisterschaft vom 9. bis 14. Mai 2017 erneut die Chance haben, um einen grossen Titel zu kämpfen. Die Türkinnen werden in Japan ebenfalls mit dabei sein. Ob Volero Zürich sich in der Green Arena in Kobe bei VakifBank für die Playoff-Niederlage revanchieren wird können, muss sich noch zeigen.

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