01.04.2017, 13:15

Volero Zürich will das Double auch bei den Herren

Volero mit Olesia Rykhliuk am Cupfinal 2016

Volero Zürich bald auch bei den NLA-Herren im Angriff – bei den Damen ist derzeit Olesia Rykhliuk noch immer das Mass der Dinge; hier bei einem Angriff am Cup-Final im vergangenen Jahr in Fribourg. Bild: Markus Foerster, Cupfinal 2016

Im Rahmen des heute stattfindenden Cup-Finals in Fribourg gab Klubpräsident Stav Jacobi Einblick in seine Pläne, im kommenden Jahr auch im Herren-Volleyball neue Massstäbe setzen zu wollen. Die Zürcher beantragen eine weitere NLA-Klublizenz.

Volero Zürich ist seit dreizehn Jahren das Mass aller Dinge im Schweizer Frauenvolleyball. Bereits elf Mal konnten die Zürcherinnen Cup und Meistertitel gewinnen und sind auch in der aktuellen Saison auf gutem Weg diese beeindruckende Bilanz ein weiteres Mal zu verbessern. Klubpräsident Stav Jacobi hatte sich bereits mehrfach dazu geäussert, dass die Bedingungen für Volero Zürich in der Schweizer Liga aufgrund der mangelnden Konkurrenz für das Champions League erprobte Spitzenteam nicht optimal sind. Nichtsdestotrotz sucht Volero Zürich auch in der Schweizer Volleyballlandschaft nach neuen Herausforderungen und bewirbt sich deshalb beim Verband um eine NLA-Lizenz bei den Herren.

«Es ist wichtig, dass wir als Klub im Schweizer Volleyball neue Impulse setzen können, auch um uns selber weiter zu entwickeln. Bei den Damen machen wir dies bereits seit über einem Jahrzehnt erfolgreich und wir gehören mittlerweile zu den besten Teams der Welt. In der Champions League und an den Klubweltmeisterschaften warten regelmässig grosse Herausforderungen auf uns. Doch als professioneller Klub ist es wichtig, dass wir auch auf nationaler Ebene wieder gefordert werden, weshalb wir uns eine neue, spannende Aufgabe gesucht haben. Ich bin überzeugt, dass wir auch bei den Herren erfolgreich sein können», äusserst sich Stav Jacobi.

Mit der geplanten Trainingshalle in Kloten, welche durch die gemeinnützige Stiftung Sporthalle Stighag (www.stighag.ch) derzeit geplant und voraussichtlich ab Frühsommer 2017 gebaut wird, entstehen neue Trainingskapazitäten, welche für Volero’s neustes Projekt angemietet werden können. Damit die neue Halle für die Nachwuchs- und Spitzensportler rechtzeitig fertiggestellt werden und die Anforderungen an einen modernen Trainingsbetrieb optimal erfüllen kann, ist die Stiftung derzeit auch weiterhin auf die Unterstützung von grosszügigen Gönnern und auf Spenden angewiesen. Für Volero Zürich bietet sich mit der neuen Sporthalle erstmals die Möglichkeit auch im Herren-Volleyball ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen und damit die bestehenden Strukturen aufzubrechen. Die Nationalliga A teilt sich bei den Herren aktuell in zwei Leistungsklassen auf, wobei die Liga seit mehreren Jahren nicht mehr voll mit den eigentlich geplanten zehn Teams besetzt werden konnte. Der Zürcher Spitzenclub hat sich entsprechend um eine Lizenz für einen der noch offenen Startplätze in der NLA beworben und wird auf seinen umfangreichen Erfahrungsschatz bei den NLA-Damen zurückgreifen können.

«Wir wollten nicht ein bestehendes Team übernehmen, sondern mit jungen, frischen Kräften eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen, die den bestehenden Top-Teams in der NLA wie Näfels oder Amriswil Paroli bieten kann und damit gerade auch in der Nachwuchsausbildung neue Akzente setzen. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir mit den Herren spätestens in der übernächsten Saison ganz vorne mitmischen und uns das Double holen», gibt sich Präsident Stav Jacobi überzeugt.

Neben dem VBC Einsiedeln wäre Volero Zürich damit derzeit der zweite Zürcher Klub in der höchsten Schweizer Liga bei den Herren und nach dem Rückzug von Luzerns NLA-Damen in die NLB der momentan einzige Klub sowohl mit einem NLA-Team bei den Herren als auch bei den Damen. Derzeit ist der Entscheid des Verbandes und der Ligakonferenz für die Vergabe des NLA-Startplatzes noch ausstehend. Die Klubverantwortlichen sind aber zuversichtlich, dass der Entscheid positiv ausfallen wird.

 

PS: 1. April :)