28.02.2017, 23:50

Volero sichert sich Ticket für die Playoffs

Sieg gegen Krasnodar

Kenia Carcaces zeigte auch gegen Dinamo Krasnodar eine starke Leistung. Noch mehr Punkte erzielte nur Mittelangreiferin Ekaterina Orlova.

Zürich, 28. Februar 2017 – Schweizer Meister Volero Zürich sicherte sich am Dienstag-Abend zum siebten Mal in seiner Geschichte einen Platz in den Playoff 6 der CEV Champions League. Die Zürcherinnen gewinnen gegen Dinamo Krasnodar in der heimischen Saalsporthalle in drei Sätzen (25:18, 25:23, 25:22).

Für das letzte Spiel in der Gruppe B zählte für Volero Zürich nur ein Sieg, denn ohne diesen wäre für den amtierenden Schweizer Meister in der Gruppenphase Endstation gewesen. Für ein Weiterkommen in die Playoffs des prestigeträchtigsten Klubwettbewerbs Europas benötigten die Zürcherinnen mindestens zwei Punkte gegen das russische Spitzenteam aus Krasnodar.

Der Schweizer Meister war bereit für die bevorstehende Herausforderung. Zoran Terzic’s Truppe setzte das gegnerische Team von Beginn an unter Druck. Dinamo hatte anfangs mit einer Annahmeschwäche zu kämpfen und so konnte Volero’s Starzuspielerin Fabiola, welche 2015 mit Krasnodar Silber an den Klubweltmeisterschaften gewann, regelmässig mit schnellen Pässen über die beiden Mittelangreiferinnen Foluke Akinradewo und Ekaterina Orlova punkten. Die Russinnen fanden lange kein Rezept um das Angriffsspiel der Zürcherinnen in den Griff zu bekommen. Entsprechend deutlich konnten die Zürcherinnen den ersten Satz mit 25:18 für sich entscheiden und damit einen ersten wichtigen Schritt zum erreichen ihres Zieles machen.

Dinamo Krasnodar fand im zweiten Satz nun doch noch seinen Rhythmus. Die Gastgeber machten gleich zehn unerzwungene Fehler, was Volero’s Coach Zoran Terzic in Rage versetzte. Die Spiel blieb bis zum Ende des Satzes eng. Dann gelang es den Zürcherinnen jedoch mit einem ausgezeichneten Blockspiel den Satz mit 25:23 für sich zu entscheiden und damit mit 2:0 Sätzen in Führung zu gehen.

Zu diesem Zeitpunkt war Volero vollends im Spiel angekommen und das Team setzte die Russinnen mit einem ausgezeichneten Blockspiel und den starken Angriffen weiter unter Druck. Das Tempo wurde weiter erhöht und so konnte rasch eine 14:7-Führung erarbeitet werden. Dinamo Krasnodar konnte in der Folge nochmals auf 19:22 verkürzen, doch die Gastgeber liessen sich auch diesen Satz nicht mehr nehmen und verwandelten den Matchball zum 25:22 im dritten Satz. Die über 1'250 Zuschauer in der Zürcher Saalsporthalle gratulierten dem Heimteam zur erfolgreichen Playoff-Qualifikation mit minutenlangem Beifall.

Volero Zürich wird nun in den Playoff 6 entweder auf Liu Jo Nordmeccanica Modena, Fenerbahçe SK Istanbul oder VakifBank Istanbul treffen. Die Auslosung wird am Freitag in Luxembourg stattfinden.

Volero’s Head Coach Zoran Terzic zeigte sich zufrieden nach dem Spiel: «Ich denke wir können zufrieden sein mit dem Resultat und unserer Leistung am heutigen Abend. Einige Spielerinnen waren heute in Gedanken vielleicht schon in den Playoff 6 und nicht mehr richtig beim Spiel. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt, dass wir das Potential haben in den Playoff 6 zu bestehen. Wir dürfen nur keine Angst haben und müssen in beiden Partien von Beginn an zu hundert Prozent bereit sein.»

Für Zuspielerin Fabiola war es ein spezielles Spiel gegen ihre ehemalige Mannschaft: «Seit ich Krasnodar verlassen habe, hat es einige Veränderungen im Team gegeben. Aber ich kenne natürlich Coach Konstantin Ushakov und einige der Spielerinnen gut. Dementsprechend war es ein sehr spezielles Spiel für mich. Ich denke dieser Sieg ist sehr wichtig für uns; nicht zuletzt auch für unser Selbstvertrauen nach der bitteren Niederlage in Moskau. Jetzt müssen wir weiter hart trainieren und uns akribisch auf das nächste Spiel vorbereiten. Es liegt nun an uns. Es gibt keinen Spielraum für Fehler mehr.»

Dinamo Krasnodar’s Coach Konstantin Ushakov zog nach dem Spiel ebenfalls Bilanz: «Ich glaube wir haben in allen drei Sätzen den entscheidenen Moment verpasst unseren Vorteil zu nutzen. Selbstverständlich ist es für uns eine Enttäuschung die Champions League nach der Gruppenphase schon verlassen zu müssen. Wir wussten, dass es schwierig werden würde in die Playoffs zu kommen, aber wir wollten eigentlich die Chance packen und den zweiten Platz in der Gruppe erreichen.»

Auch Natalia Malykh konnte ihre Enttäuschung nach dem Spiel nicht verbergen: «Wir wussten, dass Volero Zürich ein sehr starkes Team ist. Deshalb wollten wir sie von Beginn an konsequent blocken. Unsere vielen Eigenfehler in der Annahme machten es uns aber unmöglich gegen Volero zu bestehen. Nichtsdestotrotz sind wir aber auch ein noch sehr junges Team und es ist für mich noch meine erste Champions League Saison.»

Link zum Matchbericht in Englisch
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