22.02.2017, 23:30

Gruppensieg adieu

Volero Zürich verliert Kampf um Gruppensieg

Verhaltener Jubel bei den Zürcherinnen – der Gruppensieg kann nicht mehr erreicht werden, doch Dank des gewonnen Punktes bleiben die Chancen auf eine Playoff-Qualifikation intakt. 

Moskau, Russland, 22. Februar 2017 – In einem der ganz grossen Spiele, die für den gestrigen Abend angekündigt waren, besiegt der russische Meister Dinamo Moscow Volero Zürich in einem erneuten Fünf-Satz-Spektakel mit 25:19, 22:25, 20:25, 25:20 und 15:12. Die Russinnen sichern sich damit ihren fünften Sieg in fünf Spielen und stehen als Gruppensieger in der Gruppe B fest. Volero Zürich hat es nun selber in der Hand, sich noch für die Playoff zu qualifizieren.

Dinamo Moscow zeigte im Startsatz eine starke Serviceleistung – allen voran Yana Shcherban setze die Annahme von Volero Zürich stark unter Druck. Die Zürcherinnen wussten dem nur wenig entgegenzusetzen und machten ihrerseits zu viele Fehler am Service was zur klaren 25:19-Niederlage im ersten Satz beitrug.

Die Reaktion des Zürcher Starensembles folgte erst im zweiten Satz. Mit einigen schönen Angriffskombinationen erspielte sich Volero einen deutlichen 16:6-Vorsprung. Moskau konnte darauf nochmals etwas aufschliessen. Nachdem Foluke Akinradewo gleich mehrfach punktete und ihrem Team so gleich vier Satzbälle sicherte, verwerte die Weltmeisterin einen solchen dann auch gleich selber zum 25:22-Satzgewinn für den Schweizer Meister. Auch im dritten Satz konnte Volero Zürich das Momentum nutzen und sich in einem sehr ausgeglichenen Spiel zum richtigen Zeitpunkt einen kleinen Vorsprung erwirtschaften. So konnten die Zürcherinnen auch den dritten Satz mit 25:20 gewinnen.

Trotz 1:2-Satzführung konnte Volero den Druck im Angriff nicht aufrechterhalten. Es entwickelte sich zunächst zwar erneut ein enges Spiel, wobei Volero aber zusehends müde wirkte und Bethania de la Cruz und Yana Shcherban zwei Punkte zur 12:10-Führung zugestehen musste. Diese gab der Russische Meister nicht mehr preis und glich mit 25:20 im vierten Satz zum 2:2 in den Sätzen aus.

Im entscheidenden fünften Satz eilten die Zürcherinnen erneut einem frühen 8:4-Rückstand hinterher, konnten dann aber nochmals zulegen und gar mit 9:10 in Führung gehen, ehe Dinamo Moscow mit mehreren Block-Out Angriffen und einer extrem starken Verteidigung beim Stand von 14:12 die ersten Matchbälle holen konnte. Ein Annahmefehler von Libera Silvija Popovic beendete darauf Satz und Match unerwartet schnell und begrub damit auch das angestrebte Ziel vom Gruppensieg für die Zürcherinnen.

«Beide Teams waren sehr gut vorbereitet auf dieses herausfordernde Spiel und es war durchwegs eine Partie auf hohem Niveau. Es war ein harter Kampf und wir waren zuversichtlich, dass wir gewinnen können. Jetzt kam es anders als geplant.», zeigte sich Kenia Carcaces etwas konsterniert nach dem Spiel.

Yana Shcherban teilt die Meinung, dass es sich um ein schwieriges Spiel handelte: «Wir haben unser Bestes gegeben. Es war eine Herausforderung. Volero spielte im Angriff sehr stark. Zuletzt hat uns aber unsere Nervenstärke zum Sieg verholfen.»

Nachdem mit dieser Niederlage der Gruppensieg für Volero Zürich nun definitiv ausser Reichweite liegt, bleibt zumindest die Gewissheit, dass es der Schweizer Meister mit dem gewonnen Punkt in Moskau beim kommenden Heimspiel gegen Dinamo Krasnodar selber in der Hand hat, sich noch für die Playoff zu qualifizieren. Dazu braucht es allerdings zwingend einen Sieg gegen das Team aus Südrussland. Die Partie findet am nächsten Dienstag, 28. Februar 2017 um 20:00 Uhr in der Saalsporthalle statt.

Mehr Bilder von diesem Spitzenspiel sowie die Matchstatistik kann auf der Homepage des CEV eingesehen werden: Fotos / Statistik