13.01.2017, 02:00

Volero Zürich unterliegt Dinamo Moscow im Tie-Break

Niederlage beim ersten Champions League Heimspiel gegen Dinamo Moscow

Foluke Akinradewo zeigte eine gute Partie. Leider reichte es im fünften Satz trotz 8-5 Vorsprung nicht, den Sieg zu holen.

Es war ein Showdown der Volleyballgiganten. Das Spiel zwischen den beiden Spitzenteams Dinamo Moscow und Volero Zürich war ohne Zweifel eines der Highlights dieser zweiten Champions League-Runde. Der Schweizer Serienmeister und der amtierende Russische Meister dominierten jeweils ihre Eröffnungsspiele in Pool B in der diesjährigen Champions League Saison. Dennoch würde nur eines der beiden Teams mit einer sauberen Bilanz aus diesem Match hinausgehen.

Die Russinnen starteten stark und überzeugten insbesondere durch ein starkes Blockspiel. Volero seinerseits hatte Mühe mit der Beharrlichkeit von Dinamo's Verteidigung und ihrer kaltblütigen Offensive. Die Personifizierung dieses Offensivfeuerwerks war die russische Nationalspielerin Nataliya Goncharova, welche den ersten Satz mit einem hart geschlagenen Aussenangriff zum 25:17 entschied.

Volero Zürich wurde stark unter Druck gesetzt, spielte im zweiten Satz aber stärker als noch im Satz zuvor. Volero's Zuspielerin Fabiola beschleunigte das Spiel zusätzlich und konnte so den starken russischen Block besser ausspielen. Diese Taktik zeigte die gewünschten Resultate. Dinamo Moscow bekundete einige Mühe mit der neuen Spielweise und das Momentum schlug auf die Seite der Zürcherinnen aus. Volero entschied den zweiten Satz mit 25:20 zu seinen Gunsten.

Im dritten Satz wurde den 1'550 Zuschauer eine Show geboten, die ihr Geld wert war. Dem begeisterten Publikum wurden reihenweise hart geschlagene Angriffsbälle, grossartige Verteidigungsaktionen und Monsterblocks gezeigt. Das Spiel wurde zu einem regelrechten Thriller. Nataliya Goncharova und Yana Shcherban führten Dinamo Moscow mit ihren spektakulären Angriffen zu einem komfortablen 16:12-Vorsprung. Die Zürcherinnen zeigten aber Nerven und konnten den Satz noch zum 25:18 drehen.

Doch auch Dinamo Moscow wollte sich nicht so leicht geschlagen geben. Yury Panchenko's Team startet erneut stark in den vierten Satz. Der Schlüssel zum Erfolg der Russinnen war erneut das starke Blockspiel und Nathaliya Goncharova. Volero war nicht in der Lage die russische Spitzenspielerin zu stoppen. So musste der vierte Satz an Moskau mit 18:25 abgetreten werden.

Das Spiel war auf Messers Schneide und die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Volero Zürich konnte sich einen frühen Vorsprung erarbeiten. Doch plötzlich wechselte das Momentum wieder zu Gunsten der Russinnen. Dinamo kämpfte sich in den Satz zurück. Erneut waren das starke Blockspiel und Nataliya Goncharova ausschlaggebend. Letztendlich konnte sich der russische Meister den fünften Satz und damit den Sieg mit beim Spielstand von 15:11 sichern. 

Volero Zürich's Headcoach Zoran Terzic sagte nach dem Spiel: «Ich denke wir haben heute nicht unser volles Potential abgerufen. Dinamo Moscow zeigte eine starke Leistung und wir waren schlichtweg nicht bereit dafür. Dies ist etwas enttäuschend, denn wir spielten kürzlich zwei wirklich starke Freundschaftsspiele gegen Eczacibasi VitrA Istanbul. Jetzt müssen wir aus unseren Fehlern lernen und beim nächsten Spiel als stärkeres Team auf das Feld zurückkehren.»

Volero Zürich's Mittelblockerin Foluke Akinradewo zeigte sich überzeugt, dass sie wichtige Lektionen aus diesem Spiel lernen müssen: «Dies war ohne Zweifel ein sehr hartes Spiel heute Abend. Besonders Nataliya Goncharova spielte eine exzellente Partie. Auf der anderen Seite haben wir es nicht geschafft sie zu stoppen. Dies ist etwas enttäuschend. Jetzt müssen wir im Training aus unseren Fehlern in diesem intensiven Spiel lernen.»

Dinamo Moscow's Diagonalangreiferin Nataliya Goncharova sprach in den höchsten Tönen von ihren Teamkolleginnen: «Wir haben heute ein tolles Spiel gezeigt. 32 Punkte in einem Spiel zu machen, ist immer ein grossartiges Gefühl, aber dieser Sieg war nicht nur mein Verdienst. Das ganze Team hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Anderenfalls wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.»