12.12.2016, 11:45

Schwierigstes Spiel in der Gruppenphase

Volero Zürich gemeinsam stark

Gemeinsam stark – Captain Natalya Mammadova (Mitte), Dobriana Rabadzhieva (rechts) Ekaterina Orlova (15) und ihre Teamkolleginnen starten zusammen in eine schwierige erste Champions League Partie.

Coach Zoran Terzic rechnet mit einer schwierigen ersten Champions League Partie für den Schweizer Serienmeister Volero Zürich. Auch wenn es nominell stärkere Teams in der Gruppe B gibt, wird die Auswärtspartie gegen den früheren CEV Challenge Cup Sieger Dinamo Krasnodar eine Herausforderung darstellen.

Mit einer kleinen Flugverspätung ist unser Team spät Abends in Krasnodar sicher und gesund angekommen. Das Wetter in der südrussischen Metropole mit ihren knapp 830’000 Einwohnern zeigte sich vorerst von seiner eher unwirtlichen Seite. Für Sightseeing-Touren wird den Spielerinnen allerdings ohnehin keine Zeit bleiben, denn bereits in wenigen Stunden beginnt das erste Training im Olimp Palace of Sport für das morgige Champions League Spiel gegen Dinamo Krasnodar. Der amtierende Schweizer Meister und Cup-Sieger konnte sich aufgrund der Resultate in den Vorjahren direkt für die Gruppenphase der 2017 CEV Volleyball Champions League qualifizieren und steht damit morgen erstmals in dieser Saison wieder in einem Ernstkampf um die europäische Volleyballkrone.

Die Gastgeberinnen von Dinamo Krasnodar sind bereits länger in der Champions League im Einsatz und mussten sich in der Qualifikationsphase unter anderem gegen den ukrainischen Club Khimik Yuzhny und ein starkes Vizura Beograd aus Serbien durchsetzen. Gegen die Ukrainerinnen musste Krasnodar in beiden Spielen in die Verlängerung und konnten sich jeweils im Tiebreak mit 3:2 durchsetzen. Gegen Vizura Beograd mussten die Russinnen gar eine überraschende 3:2-Auswärtsniederlage einstecken, konnten sich dann aber mit einem 3:0-Heimsieg souverän für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren und komplettierten so die Gruppe B, in welcher Dinamo Moscow, CS Alba Blaj und Volero Zürich bereits gesetzt waren.

Für den Schweizer Serienmeister wird es in dieser Saison nicht das erste Spiel gegen den CEV Challenge Cup Gewinner von 2013 sein. Bereits Anfang Herbst trafen die beiden Teams im Rahmen des Yeltsin Cups aufeinander. Diesen konnten die Zürcherinnen bekanntlich ohne eine Niederlage gewinnen. Gegen die Russinnen resultierte ein relativ souveräner 3:0-Sieg (25:15, 25:18, 25:17). Vor etwas mehr als einem Jahr standen die beiden Kontrahenten ebenfalls bereits einmal gemeinsam auf dem Podest: An der Klubweltmeisterschaft in Zürich trafen die beiden Teams jedoch nicht direkt aufeinander, da sie verschiedenen Gruppen zugelost wurden. Dinamo Krasnodar konnte sich im Halbfinale mit 3:1 gegen Rexona Ades durchsetzen und unterlag erst im Finale dem Klubweltmeister Eczacibasi VitrA Istanbul mit 1:3. Volero Zürich sicherte sich damals mit einem 3:0-Sieg die Bronzemedaille. 

Aber auch wenn das letzte direkte Aufeinandertreffen durchaus positiv für Volero Zürich ausgegangen ist, ist Coach Zoran Terzic eher vorsichtig bei der Einschätzung von Volero’s Gegner in der Gruppe B. «Dinamo Moscow wird nominell der stärkste Gegner in unserer Gruppe sein. Das schwierigste Spiel dieser Gruppenphase wird aber die bevorstehende Auswärtspartie gegen Dinamo Krasnodar werden. Die Russinnen sind zu Hause nicht zu unterschätzen und für uns ist es das erste Spiel in dieser Saison in der Champions League. Die fehlende Konkurrenz in der nationalen Meisterschaft macht es für uns zusätzlich schwierig, uns auf solche Spiele optimal vorzubereiten. Aber ich bin überzeugt, dass wir für das Spiel bereit sind».

Der mit Spannung erwartete Champions League Auftakt von Volero Zürich beginnt am Dienstag-Abend, 13. Dezember 2016 um 19 Uhr (lokale Zeit) und wird auf dem Schweizer Sportfernsehsender ULS Network ab 17:00 Uhr (Schweizer Zeit) übertragen.