22.10.2016, 19:20

Einzug ins Finale verpasst

Volero Zürich unterliegt Pomi Casalmaggiore im Halbfinal

22. Oktober 2016, Manila, Philippinen – Volero Zürich unterliegt im Halbfinalspiel gegen den amtierenden Champions League Sieger Pomi Casalmaggiore in vier Sätzen (27:25, 23:25, 17:25, 23:25). Die Titelträume der Zürcherinnen platzten erneut im Halbfinale; dies schon zum vierten Mal in Folge.

Selbstbewusst, stark, überzeugend – so liess sich der Auftritt von Volero Zürich bis jetzt an der FIVB Volleyball Women’s Club World Championship in Manila beschreiben. Das Zürcher Spitzenteam zeigte im bisherigen Turnierverlauf stets eine abgeklärte Leistung – ein präzises Passspiel, wuchtige Angriffe und ein Block wie eine Mauer aus Beton zeichneten das Spiel der Zürcherinnen aus. Selbst gegen ein starkes VakifBank Istanbul punkteten Foluke Akinradewo, Dobriana Rabadzhieva, Olesia Rykhliuk und ihre Gefährtinnen immer wieder mit durchschlagendem Erfolg.

Im heutigen Halbfinalspiel gegen den amtierenden Champions League Sieger Pomi Casalmaggiore konnte Zoran Terzics Team aber bei weitem nicht an die bisherigen Leistungen anknüpfen. Wenngleich im ersten Satz die Angriffsmaschinerie von Volero Zürich noch zu funktionieren schien und sie den Satz nach Abwehr zweier Satzbälle der Italienerinnen doch noch 27:25 für sich entscheiden konnten, kam Volero’s Angriffsmotor in den folgenden Sätzen deutlich ins Stottern. Topscorerin Olesia Rykhliuk konnte im Spielverlauf gerade noch 19 Punkte für sich beanspruchen. Im Spiel gegen VakifBank waren es noch deren 31.

Die Sätze zwei und drei waren geprägt von Servicefehlern, ungenauen Annahmen und Angriffen, die ein gut verteidigendes Pomi regelmässig abwehren konnte. Ebenso gelang es den Italienerinnen immer wieder den hohen Block von Volero anzuschlagen und damit das Punktepolster laufend auszubauen. Die Sätze zwei und drei gingen mit 23:25 und 17:25 verdient an das Team aus der Lombardei.

Auch in Satz 4 eilten die Zürcherinnen alsbald einem Rückstand hinterher. Phasenweise konnte Volero wieder an die gewohnte Leistung anknüpfen und insbesondere Mittelblockerin Foluke Akinradewo erzielte mit ihren schnellen Kurzangriffen weiterhin zuverlässig Punkte. Die Aufholjagd glückte. Der amtierende Schweizer Meister konnte sich sogar zwei Punkte Vorsprung zum 23:21 ergattern, mussten aber nach zwei starken Angriffen von Pomis Lauren Gibbemeyer und Jovana Stevanovic nur kurze Zeit später wieder den Ausgleich hinnehmen. Zwei Eigenfehler besiegelten den vierten Satz und damit das Aus für Volero Zürich.

Coach Zoran Terzic zieht ein ernüchterndes Fazit nach dem heutigen Halbfinalspiel und findet für den Gegner nur lobende Worte: «Pomi Casalmaggiore hat den Sieg ohne Zweifel verdient. Sie spielten mit mehr Mut im Service und im Angriff und haben besser verteidigt. Unser Team zeigte schon in der Vergangenheit in solchen Situationen einige Probleme. Daran müssen wir arbeiten und es im nächsten Spiel besser machen.»

Captain Natalya Mammadova schaut bereits nach vorne. «Wir werden uns nun auf das nächste Spiel vorbereiten und alles geben, um Morgen die Bronzemedaille zu gewinnen». Der Gegner im Spiel um Bronze ist erneut VakifBank Istanbul. Die Türkinnen sind knapp fünf Stunden zuvor im innertürkischen Duell gegen Eczacibasi VitrA Istanbul ebenfalls 1:3 unterlegen.

Die letztjährigen Klubweltmeisterinnen haben damit die Möglichkeit als erstes Team in der Geschichte der Klubweltmeisterschaft den Titel zwei Mal in Folge zu gewinnen. Und auch die Italienerinnen könnten Geschichte schreiben, ist es doch ihre erste Teilnahme am prestigeträchtigsten Klubturnier der Welt überhaupt.

Das Spiel um die Bronzemedaille zwischen Volero Zürich und VakifBank Istanbul startet um 13:00 Uhr (lokale Zeit, 7:00 Uhr Schweizer Zeit) in der Mall of Asia Arena. Die letzte Partie gegen das Team vom Bosporus war bereits eine äusserst spannende Affiche und endete mit einem 3:2-Sieg zu Gunsten der Zürcherinnen.