20.04.2016, 12:20

Das elfte Double ist perfekt

Zürich, 20. April 2016 – Volero Zürich bezwingt Sm’Aesch Pfeffingen mit 3:0 (25-11, 25-17, 25-14) und bleibt das Mass aller Dinge im Schweizer Frauenvolleyball.

Sich mit dem Titel verabschieden. Es gibt wohl kein besseres Gefühl für einen Sportler. Und genau dieses besondere Geschenk wollten die Zürcherinnen Inès Granvorka bereiten. Nach über sechs Jahren beim Schweizer Serienmeister, gab die Waadtländerinnen ihren Rücktritt vom Profi-Volleyball bekannt – und so mutierte das Finalspiel der Best-of-Five-Serie gegen Sm’Aesch Pfeffingen zu einem Abschiedsspiel der besonderen Art.

Und ihre Teamkolleginnen kämpften mit Herzblut für das besondere Abschiedsgeschenk für Granvorka. So liessen die Zürcherinnen zu Beginn des Spieles keine Zweifel aufkommen, wie sehr sie dieses siebte Double in Folge wollten. Die Baselbieterinnen bissen sich am Bollwerk des Schweizer Serienmeisters regelrecht die Zähne aus. Kaum ein Sideout kam an Foluke Akinradewo und Ekaterina Orlova vorbei. Und so hiess es im ersten Satz schliesslich 25-11. Ein deutliches Verdikt.

Auch im zweiten Satz konnten die „Ladies in Purple“ die hohe Pace halten – der Zwischenstand von 5:1 war die logische Schlussfolge. Die Gäste fingen sich zwar in der Folge wieder, doch Laura Unternährer konnte am Ende des Satzes mit ihrem starken und präzisen Aufschlag wieder den Unterschied machen. Der Satz ging so mit 25-17 an Volero Zürich. Der Titel zum Greifen nah für die „Ladies in Purple“.

Und mit dem Titel vor Augen schien Avital Selingers Starensemble noch einmal sein bestes Volleyball auszupacken; dies ganz zur Freude der zahlreichen Zuschauer in der Sporthalle im Birch in Oerlikon. Die Zürcherinnen überzeugten wiederum durch einen schon fast undurchdringbaren Block, der den Baslerinnen das Leben äusserst schwer machte. Andererseits kannten Foluke Akinradewo und Ekaterina Orlova in der Offensive keine Gnade und punkteten wie ein Schweizer Uhrwerk. So konnten die Zürcherinnen schliesslich unter tosendem Applaus den ersten Matchball in Angriff nehmen – und eine spannende Saison mit einem weiteren Titel abrunden.

Dieser Schweizer Meistertitel entspricht des Weiteren auch dem siebten Double in Folge für Volero Zürich; eine Zahl, die nicht nur im Schweizer sondern auch im internationalen Volleyball seines Gleichen sucht.

Schweizermeistertitel 2015/16