U23 SM: Volero Zürich knapp am Podest vorbei!
Volero erreichte zum 4. Mal in Folge den Halbfinal und zeigt so eine beeindruckende Konstanz. Das Team musste sich mit etwas Wettkampfpech zwar mit dem 4. Platz begnügen, nichtsdestotrotz war es eine tolle Turnierleistung der jungen Zürcherinnen, die Lust auf mehr macht!
Mit einer beeindruckenden Souveränität startete Volero ins Turnier und legte gegen den letztjährigen Halbfinalgegner Volley Köniz mit einem klaren 2:0 vor. Auch im zweiten Gruppenspiel gegen Volley Toggenburg war gegen Volero kein Kraut gewachsen, wiederum ein 2:0 bedeutete die direkte Viertelfinalqualifikation.
So hatte das Team danach Zeit, gemeinsam OK-Partner ZuZu gegen Andwil-Arnegg im Kreuzspiel um den Viertelfinaleinzug zu unterstützen, was anscheinend genützt hat: auch ZuZu zog in die Viertelfinals ein.
Volero traf in der Runde der letzten 8 auf Volleya Obwalden: Neuauflage des letztjährigen Finals! Für Spektakel war also gesorgt und beide Teams zeigten bereits von Anfang an, dass trotz des noch jungen Tages (08.30 Spielbeginn) Spitzenvolleyball möglich ist. Obwalden holte sich zwar den ersten Satzball, Volero drehte das Ding aber noch mal um und holte mit 26:24 den ersten Abschnitt. Bis Mitte des zweiten Satzes war das Spiel noch ausgeglichen, ehe sich Volero dann deutlich absetzten konnte. So ging der zweite Satz und somit das Spiel mit 2:0 an Volero.
Im Halbfinale wartete erneut Toggenburg, welches doch eher unerwartet Cheseaux mit 2:1 bezwingen konnte. Im ersten Satz setzte sich Toggenburg etwas ab, damit war Volero im bisherigen Turnierverlauf noch nicht konfrontiert und fing sich in der Folge nicht mehr: 0:1. Im zweiten Satz lagen die Zürcherinnen zwar vorne, wurden jedoch bald wieder eingeholt. Toggenburg war ein Tick aggressiver und glücklicher und holte sich auch den zweiten Satz knapp. Volero wurde also in den kleinen Final verbannt.
Dort trafen die Volero-Girls abermals auf Genf, das Überraschungsteam dieses Jahres mit der späteren MVP Spielerin Sarah van Rooij. Im ersten Satz deklassierten die Zürcherinnen den Gegner gleich zu 13, ehe sie dann durch Unkonzentriertheiten den zweiten Satz abgeben mussten. Der dritte Satz war ein Kopf an Kopf Rennen, beide Teams zeigten sich kämpferisch, doch behielt Genf letztlich mit einem Quentchen Glück mit 15:13 die Oberhand. So wurde Volero für eine gute Leistung zwar resultatmässig etwas mager belohnt, konnte sich jedoch in einem starken Umfeld einmal mehr an der Spitze etablieren.
Sehr erfreulich ist vor allem die individuelle Entwicklung des Volero-Nachwuchses: die Nachwuchsspielerinnen von Timo Lippuner haben sich in den den vergangenen 8 Monaten zu echten Athletinnen entwickelt. Nach dem neuen Ausbildungskonzept, an dem der Spitzennachwuchs und die NLA sich orientieren, haben sich die Spielerinnen Schritt für Schritt weiterentwickelt. Die Handschrift der Ausbildung lässt sich im variablen und technisch soliden Spiel der Zürcherinnen erkennen: So erkannte mancher Zuschauer im Spielsystem des Nachwuchses die Eckpfeiler des typischen Volero Spiels der Profis: Während dem viele Teams Pipe-Bälle gar nicht blockten, stand bei Volero generell bei vielen hohen Zuspielen ein Dreierblock. Die angesprochene Pipe Variante wurde hingegen neben Volero praktisch nur noch von der besten Angreiferin des Turniers, Laura Sirucek (notabene Volero Ausleihe an Sm'Aesch Pfeffingen) konsequent umgesetzt, während dies bei Volero zum Standardrepetoire gehört. Neben einer soliden Annahme war es vor allem auch das hohe Spieltempo, das die Zürcherinnen auszeichnete. In den Finalspielen fehlte in gewissen Situationen dann einerseits die letzte Konsequenz oder aber auch manchmal das Wettkampfglück, um die Fähigkeiten in Zählbares ummünzen zu können. Die Spielerinnen sind aber auf dem richtigen Weg und müssen sich nun in Geduld üben, ehe die Trainingsarbeit Früchte trägt. Damit das auch künftig gesichert ist, setzt Nachwuchschef Lippuner auf eine konsequente Talentsichtung und -weiterentwicklung. So wurde der Nachwuchsbereich im letzten Jahr bereits ausgebaut und soll in den nächsten Jahren noch erweitert werden. Für eine entsprechende Umsetzung konnte mit EWZ ein Hauptsponsor für den Nachwuchs gewonnen werden! So sind die Eckpfeiler für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit gelegt und Lippuner ist sich sicher, dass in den nächsten Jahren die ersten Früchte geerntet werden können.
Volero Zürich hat aber nicht nur mit Qualität auf dem Spielfeld sondern auch mit einer reibungslosen Organisation überzeugt: Das Turnier verlief flüssig und das gut vorbereitete Umfeld zusammen mit der Top-Infrastruktur im Birch versetzte alle Teams in gute Laune und Zufriedenheit. Als grosser Gewinn ist auch die Zusammenarbeit mit dem VBC Züri Unterland zu bezeichnen, welche vor allem im Turnierumfeld (Unterkunft, Abendprogramm) Sensationelles geleistet haben.
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Alle Resultate des Wochenendes: www.u23volleyball.ch
Älterer Eintrag: Volero Zürich und VBC Züri Unterland präsentieren eine Schweizermeisterschaft auf Top Level!
